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Birkenzucker

BirkenzuckerFett wurde als der Feind im Essen abgelöst, und zwar vom Zucker. Zucker ist, wenn es nach den neusten Trends geht, schuld an vielen Krankheiten und verkürzt das Leben drastisch. Da immer noch die Dosis das Gift macht, ist die Hysterie rund um den Zucker übertrieben. Allerdings ist zu viel Zucker in so mancher Hinsicht mehr als schädlich. Da Zucker aktuell einen so schlechten Ruf hat, ist es nicht weiter verwunderlich, wenn nach Ersatzzucker Ausschau gehalten wird. Eine dieser Alternativen ist Xylit, besser bekannt unter dem Namen Birkenzucker.

Besser für die Figur


Da der normale weiße Haushaltszucker immer mehr in Verruf gerät, entwickeln sich parallel dazu immer mehr Zuckerersatzprodukte. Sicher ist es besser, Birkenzucker zu verwenden, wenn die Hose noch lange passen soll. Auch die Gefahr, an Diabetes zu erkranken, sinkt mit dem Verzicht auf Zucker. Wer seine schlanke Figur behalten möchte, sollte Birkenzucker zum Backen und Kochen verwenden. Xylit oder Xucker wird aus der Rinde der Birke gewonnen und hat gegenüber dem klassischen Zucker einen sehr guten Ruf. Tatsächlich gibt es eine Reihe von Vorteilen gegenüber dem ungesunden weißen Zucker, aber was genau ist dieser Birkenzucker eigentlich? Birkenzucker ist ein natürlicher Zuckeralkohol, den Forscher aus Finnland entdeckt haben und es gibt einiges, was für diesen Zuckerersatz spricht.

Die Birkenzucker Vorteile

Der Körper kann den Birkenzucker als solchen erkennen und ihn daher auch ohne Probleme verstoffwechseln. Das ist ein großer Vorteil gegenüber den anderen Ersatzzuckerarten, wie beispielsweise Stevia. Die Süßkraft von Birkenzucker unterscheidet sich nicht vom normalen Zucker, ebenso wenig auch der Geschmack. Was die Süße angeht, kann Xylit es durchaus mit dem Zucker aufnehmen. Birkenzucker ist auch für Menschen geeignet, die unter Diabetes leiden, da er unabhängig vom Insulin abgebaut wird. Eine Reihe von Studien zeigt auf, dass Birkenzucker keine Gefahr für die Zähne darstellt. Xylit kann die Bakterien bekämpfen, die Karies auslösen, Voraussetzung ist allerdings, dass die Mundhygiene stimmt.

Das ist auch der Grund, warum so viele Kaugummis, die die Zähne pflegen, Birkenzucker enthalten. Der größte Vorteil des Xylits ist jedoch, dass dieser Zucker es bei 100 Gramm gerade einmal auf 240 Kalorien bringt. Das sind rund 40 Prozent Kalorien weniger als beim normalen Haushaltszucker. Damit sinkt auch der Gehalt an Kohlehydraten, und zwar um satte 75 Prozent.

Hat Birkenzucker auch Nachteile?

Bekanntlich hat alles, was viele Vorteile hat, auch einige Nachteile, der gesunde Birkenzucker macht hier leider keine Ausnahme. Der menschliche Darm kann nur eine eher geringe Menge Birkenzucker aufnehmen, da es sonst zu Durchfall kommen kann. Mediziner empfehlen allen, die einen empfindlichen Darm haben, nicht mehr als 0,5 Gramm Birkenzucker pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen. Allerdings lernt auch der Darm dazu und gewöhnt sich an den Zuckerersatz. Jeder, der ganz auf Zucker verzichten und stattdessen Xylit nehmen will, sollte die Dosis langsam erhöhen. Dann gibt es keine Nebenwirkungen wie Blähungen und Durchfall. Fördert Birkenzucker eigentlich Heißhungerattacken? Diesen Vorwurf muss sich der Alternativzucker aus der Birkenrinde immer wieder anhören, aber stimmt das wirklich? Leider ja, jedoch ist der Birkenzucker damit nicht alleine, das betrifft auch alle anderen Zuckeralternativen.

Der Zucker ist teuer

Der Name suggeriert Natur pur, da der Rohstoff, die Birkenrinde, aus das Natur stammt. Von einem reinen, naturbelassenen Produkt kann jedoch nicht mehr die Rede sein. Um Limonaden, Gebäck oder Kaugummis kalorienarm süßen zu können, ist ein sehr aufwendiges chemisches Verfahren nötig. Zudem besteht die Möglichkeit, dass ein Produkt gar nicht mit dem Zucker aus der Birkenrinde gesüßt wurde, sondern mit einem ähnlichen Mittel aus einer anderen Pflanze. Mais ist hier sehr beliebt, aber leider ist der immer öfter gentechnisch verändert. Nur wenn der Zucker aus Finnland kommt, kann sich der Verbraucher darauf verlassen, dass es sich tatsächlich um echten Birkenzucker handelt. Xylit als Zuckerersatz ist sehr teuer, wenn es sich um ein authentisches Produkt handelt. Es ist nicht nur der Rohstoff, der den besonderen Zucker so teuer macht, es ist vielmehr die aufwendige Herstellung. Ein Kilogramm Xylit kostet je nach Hersteller zwischen zehn und 16,- Euro.

Einfach in der Handhabung

Die meisten Kuchenrezepte sind für das Backen mit normalen Zucker gedacht. Bei anderen Zuckeralternativen ist es nötig, zunächst umständlich umzurechnen, beim Xylit ist das hingegen ganz einfach. Den normalen Zucker 1:1 durch den Zucker aus der Birkenrinde ersetzen und schon hat der Kuchen weitaus weniger Kalorien. Obwohl Backen mit dem außergewöhnlichen Zucker kein Problem darstellt, gibt es einige Dinge, die der Zuckerersatz nicht kann. So bräunt Birkenzucker nicht, wenn er karamellisiert wird. Hier ist es notwendig, kandierte Früchte oder auch Mandeln dazuzugeben, damit der goldbraune Farbton entsteht. Für das Backen mit Hefe ist Xylit nicht geeignet, da er den Bakterien in der Hefe keine Nahrung bietet. In Cremes oder in kaltem Wasser löst sich der Zucker nicht oder nur sehr langsam auf. Wird er in eine Creme oder in einen Tortenguss gerührt, dann sollten diese nach Möglichkeit heiß sein.

Ideal auch für Plätzchen


Weihnachten ist traditionell die Zeit des guten und süßen Essens. Wer seine Plätzchen mit gutem Gewissen naschen möchte, sollte sie mit dem natürlichen Zucker aus der Birkenrinde backen. Der besondere Zucker lässt sich wunderbar mit anderen süßen Zutaten wie beispielsweise Mandelmehl kombinieren. Ein kleiner Tipp: Wenn Mandelmehl im Rezept gefordert wird, ist es nicht nötig, ein Fertigprodukt zu kaufen. Mandeln mit dem Mixer zu einem feinen Mehl verarbeiten, ist gesünder, günstiger und hat weniger Kalorien. Zusammen mit dem Birkenzucker sind die weihnachtlichen Plätzchen keine Kalorienbomben mehr.

Fazit zum Birkenzucker

Xylit wird in den meisten gut sortierten Reformhäusern und Bioläden in 500 Gramm-Packungen verkauft. Wer den echten Zucker aus Finnland kauft, muss ein bisschen mehr ausgeben, kann sich jedoch darauf verlassen, dass es sich wirklich um ein Naturprodukt handelt. Zu erkennen ist der echte Zucker aus der Rinde der Birke, wenn man einige Körnchen auf der Zunge zergehen lässt. Xylit hat einen kühlenden Effekt, eine Wirkung, die besonders beim Kaugummi sehr gut ankommt. Wird mit dem Zucker gebacken oder gekocht, ist der Effekt nicht mehr spürbar. Der Zucker aus der Baumrinde schmeckt wie normaler Zucker und ist auch eine Option für Menschen, die unter Diabetes leiden. Wer einen sensiblen Darm hat, sollte zunächst ein wenig Vorsicht walten lassen und nur wenig von dem Alternativzucker essen.

Bild: @ depositphotos.com / HeikeRau

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Hier schreibt die Redaktion von birkenwasser.de
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