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Birkensaft

BirkensaftImmer mehr Menschen sind heute darauf bedacht, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Viele Vitamine, wenig Kalorien und vor allem kein Zucker, so lautet die Devise. Nicht weiter verwunderlich ist daher, dass sich alles Essbare aus der Natur großer Beliebtheit erfreut. Auch sogenannte Zuckeraustauschstoffe sind im Trend, wie beispielsweise Xylit, der Birkenzucker. Allerdings ist noch ein anders Produkt aus der Birke dabei, sich als neues Trendgetränk zu etablieren: der Birkensaft. Birkensaft war schon bei den Germanen und den Wikinger ausgesprochen beliebt. Sie versprachen sich mehr Kraft und mehr Mut, wenn sie den Saft der Birke getrunken haben. Ob Birkensaft kräftig und mutig macht, sei dahin gestellt, gesund ist der Saft aber allemal.

Was ist Birkensaft und wie schmeckt er?

Bei Birkensaft handelt es sich um eine klare Flüssigkeit, die aus dem Baumstamm läuft, wenn der Stamm angebohrt wird. Im Frühjahr sammeln sich im Stamm bis zu 200 Liter Birkensaft, um die jungen Knospen und Blätter mit der nötigen Energie zu versorgen. In Europa steckt der meiste Saft in der Hänge-Birke, eine besonders Laubbaumart, die zur Familie der Betula, also der Birken gehört. In den skandinavischen Ländern und auch in Russland ist Birkensaft schon seit Jahrhunderten ein beliebtes Getränk. Der Saft selbst ist farblos und klar wie Wasser. Der Geschmack wird durch den enthaltenden Birkenzucker Xylit leicht süßlich und auch intensiv. Den meisten Menschen, die den Saft aus dem Birkenstamm probiert haben, schmeckt er und sie beschreiben ihn als sehr aromatisch. Birkensaft wird pur getrunken und ist im Kühlschrank nur einige Tage lang haltbar.

Ein vielseitiger Saft

Im westlichen Europa spielte der Saft aus der Birke keine so große Rolle, im Osten und im Norden hingegen ist Birkensaft ein traditionelles Getränk. Auch im Norden von China wird viel Birkensaft gezapft und getrunken. Die große Beliebtheit in Russland, den skandinavischen Ländern und in den Ländern des Baltikums erklärt sich außerdem durch die große Vielfältigkeit des Saftes. So trinken ihn die Menschen in Finnland gerne mit einer leichten Minznote, während in Litauen der trübe Bio-Saft besonders gut ankommt. In Russland dient Birkensaft als Grundlage für edle Schaumweine, Weine und verschiedene Sektsorten. Die Russen gelten als Meister, den Saft aus dem Stamm der Birke zu fermentieren. Der Fermentierungsprozess führt zu einer Vergärung und damit zur Basis für alle Getränke mit Alkohol, die aus Birkensaft entstehen. In Lettland gehört der Sekt, der aus dem Saft gemacht wird, zu den beliebtesten Getränken.

Welche Inhaltsstoffe befinden sich im Saft?

Was den Saft der Birke für figurbewusste Genießer so interessant macht, das sind die wenigen Kalorien, die der Saft hat: Pro 100 Gramm sind es nur 23 Kalorien. Der Saft aus der Birke wird daher schnell zu einem begehrten Erfrischungsgetränk. Das gilt allerdings nur für den frisch gezapften Saft, gekaufte Säfte haben deutlich mehr Kalorien. Sie enthalten Zusätze, wie einen Sirup aus Fruktose und Glukose oder künstliche Aromen.

Zucker und Zitronenaroma im Birkensaft sind ebenfalls keine Seltenheit, denn sie machen den Saft länger haltbar. Je nach Hersteller variieren die Inhaltsstoffe und die Zusammensetzung des Saftes oft sehr stark. In jedem Saft sind jedoch Ballaststoffe und Eiweiße zu finden, die den Saft gesund machen. Das gilt auch für das Vitamin C, sowie für die Mineralstoffe Natrium, Kalzium, Phosphor, Mangan und Zink. Im Saft aus dem Birkenstamm sind außerdem wertvolle Enzyme wie Saponine zu finden, hierbei handelt es sich um eine Art Vorstufe zum Zucker.

Wie wirkt sich der Saft auf die Gesundheit aus?

Birkensaft ist nicht nur für Sportler von Interesse, die mehr Energie tanken wollen. Auch wer auf der Suche nach einem kalorienarmen Erfrischungsgetränk ist, sollte dem Saft aus dem Birkenstamm den Vorzug vor stark gesüßten Limonaden geben. Ähnlich wie das exotische Kokoswasser entwickelt sich auch der Birkensaft zu einem echten Trendgetränk. Der Saft ist entzündungshemmend und kann das Cholesterin dauerhaft senken. Selbst bei Haarausfall, Gicht und rheumatischen Beschwerden ist der Saft aus dem Stamm der Birke ein gutes Mittel. Wissenschaftlich bewiesen ist das leider nicht, aber es gibt eine Reihe von Studien. Diese Studien der finnischen Universität von Turku erkannten im Saft eine Reihe von positiven Eigenschaften, vor allem für die Lebensmittelindustrie. Jetzt untersuchen die Forscher unter der Leitung von Professor Heikki Kallio, welche möglichen positiven Eigenschaften der Saft für die Harnwege, die Nieren und die Bauchspeicheldrüse haben kann.

Gibt es vielleicht auch Nebenwirkungen?


Birkensaft gilt als leckerer Durstlöscher und Nebenwirkungen sind bislang keine bekannt. Der Saft ist ein reines Naturprodukt, was vielleicht Probleme verursachen könnte, das sind die Saponine. Sie können für leichte Nebenwirkungen im Darmbereich sorgen, vor allem bei Menschen, die unter einem Reizdarmsyndrom oder unter einer Darmentzündung leiden. In diesem Fall sind Durchfall und Krämpfe nach dem Genuss des Saftes die unschönen Folgen. Grundsätzlich gilt, beim Kauf darauf zu achten, dass es sich um gute Bio-Qualität handelt, die keine zusätzlichen Stoffe enthält. Einige Hersteller bieten ihren Kunden sogar eine zertifizierte Bio-Qualität an.

Selbst wenn der Preis ein wenig höher ist, lohnt es sich, diese Produkte zu kaufen. Der Kunde kann sich immer sicher sein, ein natürliches Produkt zu bekommen, was ohne Chemie auskommt. Wer möchte, kann im Frühling selbst einen Baum anzapfen und den Saft auffangen. Das ist allerdings nur im Frühling erlaubt und macht der Birke nichts aus. Wird hingegen unsachgemäß gezapft, fügt das dem Baum Schaden zu. Allzu viel zu zapfen ist ebenfalls keine gute Idee, denn der Baum braucht den Saft noch, zudem ist er auch nicht lange haltbar.

Fazit zum Birkensaft

In Skandinavien bezeichnen die Menschen den Birkensaft als die „Kraft aus dem Baumstamm“. Schon den Wikingern spendete dieser besondere Saft viel Energie und ebenso viele Nährstoffe. Dazu kommen sein erfrischender, leicht süßlicher Geschmack und die Tatsache, dass Birkensaft so gut wie keine Kalorien hat. In Skandinavien sind die Anhänger des Saftes der festen Überzeugung, dass sie im Frühling den Saft durch den Stamm bis in die Krone rauschen hören. Wer das nicht glaubt, sollte einfach an einem Frühlingstag sein Ohr an den Stamm einer Birke legen und aufmerksam lauschen. Vielleicht ist es tatsächlich möglich, zu hören, wie der Saft durch den Stamm in die Krone und in die Äste fließt, damit die Birke endlich neue Blätter und Knospen bekommt.

Bild: @ depositphotos.com / Balakleypb

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Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von birkenwasser.de
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