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Birkensaft zapfen

Birkensaft zapfenWeltweit gibt es rund 40 verschiedene Birkenarten, die alle zur Familie Betula gehören. Die Birke ist einer der wenigen Bäume, die sich in einer gemäßigten, wie auch in einer subpolaren Region sehr wohlfühlen. Birken sind im Gebirge, aber auch an der See zu finden, sie wachsen in der Heide, im Moor und in vielen Gärten. Durch ihren schwarz-weißen Stamm mit der abrollenden Rinde lassen sich die Birken gut von anderen Gehölzen unterscheiden. Attraktiv wird die Birke nicht nur durch das äußere Erscheinungsbild, es ist auch ihr „Inhalt“. Wer möchte, kann seinen eigenen Birkensaft zapfen, denn das ist nicht allzu schwer.

Ein echter Überlebenskünstler

Birken sind echte Überlebenskünstler, die gerne überall dort wachsen, wo es anderen Bäumen zu feucht, zu trocken, zu sauer oder zu arm an Nährstoffen ist. Die Birke liebt das Licht und ist ein Standortkünstler, der wenig bis gar keine Ansprüche stellt. Allerdings ist die Birke auch nicht konkurrenzfähig. Will sich ein anderer Baum in der Nähe behaupten, dann geht die Birke lieber ein, als sich zu beweisen. Das ist auch ein Grund, warum Birken selten ein höheres Alter als 120 Jahre erreichen. Birken machen in jedem Garten eine gute Figur, sie wachsen sehr aufrecht und die dünnen Enden der Äste hängen malerisch am Baum herab. Besonders attraktiv ist jedoch der weiße Stamm. Birken sind extrem frosthart und zufrieden, selbst wenn sie nur eine kurze Vegetationsperiode haben, besonders gut kommen sie in kleinen Gruppen zur Geltung. Ein besonderer Partner ist die Birke auch in Bezug auf die Gesundheit.

Der Baum des Lichts

Die Birke wird in vielen Ländern der Baum des Lichts genannt und um ihn ranken sich viele Legenden und Mythen. So ist in den meisten Gemeinden der Maibaum eine Birke und aus der wasserdichten Rinde fertigten die Menschen in früheren Zeiten Dachziegel ebenso wie Behälter und sogar Schuhsohlen. Im Altertum war bereits die heilende Kraft des Birkenwassers bekannt und bis heute ist es in vielen Ländern Brauch, dass die Menschen Birkensaft zapfen.

Bei Rheuma soll das Wasser der Birke helfen, sowie bei der Gicht. Die Nieren schützt das Wasser und es kann den Körper von Giftstoffen aller Art befreien. Alle, die Birkensaft zapfen, machen es wie die alten Germanen und die Wikinger. Birkensaft zapfen und trinken, bevor es in die Schlacht geht, war bei den Germanen normal, denn sie versprachen sich durch das Wasser mehr Kraft. Birkensaft zapfen sollte bei den Wikingern die nötige Energie für die weite Reise mit dem Schiff bringen.

Birkensaft zapfen – was ist zu beachten?

Wer eine Birke im Garten hat oder weiß, wo im Wald eine schöne Birke steht, kann im Frühling seinen Birkensaft zapfen. Birkensaft zapfen ist relativ einfach, aber es gilt, einige Regeln zu beachten, damit der Baum nicht verletzt wird.

  • In ungefähr 25 Zentimeter Höhe ein Loch in den Stamm bohren, was nicht mehr als drei Zentimeter tief sein sollte. Auch beim Durchmesser ist es wichtig, dass dieser einen halben Zentimeter nicht überschreitet.
  • In das Loch ein Röhrchen aus Glas schieben.
  • Unter dem Glasröhrchen einen Behälter stellen, nach Möglichkeit ebenfalls aus Glas, um das Birkenwasser aufzufangen. Gefäße aus Metall sind nicht geeignet, da sie den Geschmack des Birkenwassers verfälschen.
  • Erlaubt ist, maximal drei Liter Birkenwasser zapfen. Ist es mehr, dann schadet es dem Baum.
  • Sind die drei Liter abgeflossen, ist es wichtig, das Loch im Stamm wieder zu verschließen. Ein passender Korken ist in diesem Fall eine gute Idee. Weniger gut geeignet ist normales Kerzenwachs, da es das Loch nicht baumgerecht verschließt.

Alle, die Birkensaft zapfen, müssen dem Baum anschließend eine Pause von zwei Jahren gönnen. Diese Schonfrist braucht die Birke, um sich erholen und regenerieren zu können.

Wie kommt das Wasser in die Birke?

Viele, die Birkensaft zapfen, stellen sich vielleicht die Frage: Wie kommt das Wasser eigentlich in den Baum und warum hat die Birke überhaupt so viel Wasser in ihrem Inneren? Das Wasser ist so etwas wie das Lebenselixier für die Birke. Nach einem langen, kalten Winter sammelt sich das Wasser in der Wurzel des Baumes. Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Frühling ankündigen, gibt die Wurzel das Wasser frei. Durch den Stamm strömen dann bis zu 70 Liter Birkenwasser in die Zweige und die Krone des Baums. Das Birkenwasser versorgt die jungen Triebe der Blätter und der Knospen mit Energie und allen wichtigen Nährstoffen, die der Baum in jedem Frühling braucht. Nur wenn die Versorgung mit Wasser funktioniert, kann die Birke auch wieder Früchte tragen.

Schnell trinken


Wer Birkensaft zapfen möchte, muss bedenken, dass sich das Wasser nicht allzu lange hält. Birkensaft ist ein reines Naturprodukt und hält sich gekühlt nicht länger als maximal drei Tage. Daher ist es keine so gute Idee, mehr Wasser zu zapfen, als getrunken wird. Alle, für die Birkensaft zapfen keine Option ist, können das gesunde Wasser auch fertig abgepackt kaufen. Dieses Birkenwasser hat ein längeres Haltbarkeitsdatum, ist aber leider kein reines Naturprodukt mehr. Um das Wasser haltbar zu machen, wird Zucker oder Zitronensaft dazugegeben.

Nicht selten ähnelt das Wasser dann einer Art Sirup, der wiederum mit Wasser verdünnt wird. Alle, die eine Diät oder eine Fastenkur mit der Hilfe des Birkenwassers planen, sollten von diesen Fertigprodukten besser die Finger lassen. Es gibt allerdings auch gute Angebote mit natürlichem Birkenwasser und Zitronensaft. Der saure Saft macht das Wasser aus der Birke zum einen länger haltbar und zum anderen wird das Birkenwasser erfrischend. Wer auf Nummer sicher gegen möchte, kauft Birkenwasser in reiner Bio-Qualität.

Fazit zum Birkensaft zapfen

In Skandinavien behaupten die Menschen, dass man hören kann, wenn das Birkenwasser im Frühjahr von der Wurzel durch den Stamm in die Krone fließt. Im Stamm der Birke soll dann ein Rauschen zu hören sein, und zwar für alle, die ihr Ohr an den Stamm halten. Ob das wirklich so ist, davon kann sich jeder selbst überzeugen. Dass das Wasser der Birke viele positive Eigenschaften hat, stimmt allerdings. Den Birkensaft zapfen hat eine lange Tradition, auch weil sich das Wasser positiv auf die Nierentätigkeit, die Blase und die Haut auswirkt. Ein weiterer Aspekt, der für das Birkenwasser zapfen spricht, ist ebenfalls wichtig: Birkenwasser schmeckt sehr lecker.

Bild: @ depositphotos.com / vvvita

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Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von birkenwasser.de
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